Infos über die Schule
Unsere Schule liegt am Rande des Schulzentrums der Stadt Hockenheim, in unmittelbarer Nähe zu Grund- und Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Berufsschule, Kindergärten und Schülerhort. Neben den Schulgebäuden befinden sich ein Lehrschwimmbecken, eine große Sporthalle – die Harbig-Halle - und ein Sportplatz direkt dabei. Zusätzlich steht der Gustav-Lesemann-Schule das Freizeitbad „Aquadrom“, das fußläufig zu erreichen ist, jeden Freitag für 2 Stunden zur Verfügung.
Leitbild
Die Gustav-Lesemann-Schule in Hockenheim versteht sich als ein Erziehungs- und Lernort, an dem bei gegenseitiger Wertschätzung aller hier arbeitenden Menschen, Schülerinnen und Schüler an den individuellen Bedürfnissen orientierte Förderung, Forderung, Zuwendung und Anerkennung erfahren.
In einem werteorientierten sich ständig weiterentwickelnden Lebensraum wollen wir ein positives Schulklima erzeugen, in dem jene Haltungen und Einstellungen gelebt und gefördert werden, die zusammen mit den erworbenen Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihr privates und berufliches Leben selbständig zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Förderkonzept
In der 1. Klasse werden Kinder unterrichtet, die zwar das Einschulungsalter erreicht haben, bei denen aber bereits im Kindergarten Zweifel aufkamen, dass sie den Anforderungen des 1. Schuljahres an der Grundschule gewachsen sein werden und sie möglicherweise einen erhöhten Förderbedarf aufweisen. Nach einer umfassenden Diagnostik, welche die Bereiche Intelligenz, Motorik, Wahrnehmung und Konzentration abdeckt, wird für diese Kinder zunächst für ein Jahr der Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot festgestellt. Während des Schuljahres werden diese Kinder in enger Zusammenarbeit mit den Eltern anhand eines individuellen Förderplans in basalen Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Motorik, Sprache und Sozialverhalten gefördert sowie in den Bildungsinhalten des Schulcurriculums in den schulischen Fächern und Fächerverbünden unterrichtet. In Abstimmung mit den Eltern wird am Endes des ersten Schuljahres der weitere Förderort festgelegt. Dies kann die Grundschule oder die zweite Klasse der Förderschule oder einer anderen sonderpädagogischen Einrichtung sein.
Wie in der ersten Klasse liegt der Schwerpunkt in den Klassen 2 und 3 auf der Entwicklungsförderung sowie der Erweiterung der sprachlichen und sozialen Kompetenzen, der Psychomotorik und dem weiteren Erlernen des Schreibens, Rechnens, Lesens und der Englischen Sprache. Das selbständige Lernen beispielsweise durch Stationenlernen oder Lerntheken wird angebahnt.
In den Klassen 4 bis 6 geht es neben der Weiterentwicklung der in den Klassen 1 bis 3 erworbenen Kompetenzen primär um die Förderung des selbständigen Lernens durch Freirarbeit und Wochenplanarbeit.
Ab der Klasse 7 liegt der pädagogische Schwerpunkt auf der Vorbereitung unserer Schüler auf berufsvorbereitende Maßnahmen oder eine berufliche Ausbildung. Wir legen deshalb besonderen Wert auf Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Freundlichkeit, Durchhaltevermögen, aber auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit oder angemessene Umgangsformen. In dieser Klasse wird auch die Kompetenzanalyse „Profil-AC“ durchgeführt, in der es darum geht, die besonderen Stärken jedes einzelnen Kindes im Hinblick auf die richtige Berufswahl herauszufinden.
In den Klassen 7 und 8 führen wir jedes Jahr ein Betriebspraktikum durch, das sich über eine bzw. zwei Wochen erstreckt.
In der Klasse 8 lernen die Schüler zudem die Berufsschule kennen. Sie gehen an einem Nachmittag in der Woche in die Luise-Otto-Peters-Schule in Hockenheim zum Hauswirtschaftsunterricht, der dort als Kooperationsmaßnahme durchgeführt wird.
In der Klasse 9 haben wir den Praxistag eingeführt; d. h. an einem Tag in der Woche machen die Schüler in einem geeigneten Betrieb ein Langzeitpraktikum. Zusätzlich haben sie pro Woche 4 Stunden Werkstattunterricht in der Berufsschule und erhalten dort Einblicke in die Berufsfelder Metall, Holz und Körperpflege.
Im Jahr 2008 wurden wir als einzige Förderschule in Baden-Württemberg mit dem Berufswahlsiegel „Boris“ als berufsorientierte Schule ausgezeichnet.
Für geeignete Schüler bieten wir in der 9. Klasse eine gezielte Vorbereitung auf die Schulfremdenprüfung mit dem Ziel des Erwerbs des Hauptschulabschlusses an, die dann an einer Hauptschule in der Umgebung abgelegt wird. Im Schuljahr 2009/2010 haben 6 von 12 Entlassschülern die Prüfung abgelegt und bestanden. Im Jahre 2010/2011 waren es 5 von 12 Schülern der Abschlussklasse.
Für jeden Schüler der Gustav-Lesemann-Schule wird in jedem Schuljahr ein individueller Förderplan erstellt, der am Elternsprechtag mit den Erziehungsberechtigten und je nach Lebensalter der Kinder mit den Schülern besprochen wird.